1951 und 52 starteten Rennwagen und Motorräder auf dem Krefelder Dreieckskurs. Stadtspiegel-Leser sucht Zeitdokumente Krefeld (roc).
Der Beginn des Wirtschaftswunders machte Krefeld zum Schauplatz spannenden Motorsports, gleichbedeutend mit so klingenden Namen von Rennstrecken wie Grenzlandring, die Avus in Berlin und der Nürburgring. 1951 und 52 wurden zwei große Formel 3 Rennen für Rennwagen und Motorräder am Glockenspitz-Kurs mit Start und Ziel an der Berliner Straße, gegenüber der Grotenburg, ausgetragen. Die Rennwagen waren mit 550 Kubikzentimeter Motorradmotoren bekannter deutscher Marken ausgestattet. Mit solcher, so genannten „Kleinstrennwagenklasse“ haben auch die Karrieren von Graham Hill oder Bernie Ecclestone ihren Anfang genommen.
Das alles hat Lothar Mildebrath inzwischen bei seiner Recherche herausgefunden. Diese sportlichen Ereignisse in der Seitenstadt datieren vor der Geburt des heute 53-jährigen Krefelders. Mildebrath ist selbst begeisterter BMW-Motorradfan und will über die Rennen vor fast 60 Jahren mehr zu Tage bringen und auch für das Stadtarchiv dokumentieren. „Der Motorsport“ ist für mich ein Hobby, wie andere Briefmarken sammeln.“ Dabei hofft er auf die Mithilfe der Stadt-Spiegel-Leser und ist optimistisch. „Bei den Glockenspitzrennen über 2,6 Kilometer sind in den Startlisten Lokalmatadore wie Jupp Pöppinghaus oder Katja Ajak – mit bürgerlichen Namen Stockhausen – in Scampolo-Rennwagen verzeichnet“, zitiert Mildebrath aus dem Programmheft von 1952. Vom Programm des Vorjahres hat er bisher nur das Titelblatt aufstöbern können.
Letztlich ist es an den hohen Organisationskosten gescheitert, dass Krefeld als Austragungsort keine feste Größe geblieben ist. „Da half es auch nicht, das die Stadt Krefeld auf die Vergnügungssteuer hatte verzichten wollen“, stellt Mildebrath fest. Kleinstrennwagen in Krefeld Der Krefelder Motorradfan Lothar Mildebrath (53) hat sich der „Kleinstrennwagenrennen“ für Rennwagen und Motorräder 1951 und 52 in Krefeld verschrieben. Fast 60 Jahre nach den großen Spektakeln möchte er das ganze Geschehen zu Tage fördern. „Im Archiv des Automobil und Motorsport Club Krefeld (AMC) könnte auch noch Interessantes, zum Beispiel Renn-Dokumente, schlummern“, vermutet Mildebrath. Denn der ehemalige Clubvorsitzende Richard Vogelsang wird in den Rennberichten namentlich erwähnt.
Info: Wer mehr über die Glockenspitzrennen von 51 und 52 weiß, Fotos oder Dokumente beisteuern kann, der wende sich direkt an Lothar Mildebrath, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Der Originalbericht zum Download
Quelle "Stadt Spiegel Krefeld, 03. März 2010-Woche 09"
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